Sebastian Steudtner, Meister der Monsterwellen, liebt den Nervenkitzel beim Ritt in hochhaushoher Meeresbrandung. Die radikalste Ausprägung des Surfens. Einer Sportart, deren schillernde Protagonisten in allen Epochen Grenzen immer wieder verschoben haben, um den Raum jenseits der Norm und des Normalen zu erobern. Doch was treibt Surfer an? Was suchen sie in den Wellen? Welche Verbindung haben sie zum Wasser, zum Ozean? Und wie konnte sich das Surfen zu dem entwickeln, was es heute ist? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der zweiteiligen Dokumentation von Regisseur Benjamin Morel (deutsche Version: Anya Schulz/Matthias Sebening/Marcus Uhl). Eine Reise durch die Geschichte des Surfens, das zu den Ursprüngen zurückkehrt, wenn in der Welle von Teahupo‘o vor Tahiti um olympisches Gold gesurft wird.
Mit eindrucksvollen Bildern von Surf-Hotspots wie Nazaré in Portugal oder der legendären Welle von Teahupo’o auf Tahiti erzählt die erste Folge die Geschichte des Surfens von seinen Anfängen bis in die 1960er Jahre. Legendäre Surfer wie der Hawaiianer Pohaku Stone und Surfstars von heute wie die Tahitianerin Vahiné Fierro geben Einblicke in die tiefe Verbindung zwischen Mensch und Meer und machen klar, warum gerade die Polynesier die Kunst, Wellen und Wasser zu lesen, besser beherrschen als alle anderen Menschen auf der Welt.
Surf-Legenden blicken zurück auf die Zeit, in der aus dem Wellenreiten in nur wenigen Jahren ein „big business“ wird. Doch das Lebensgefühl Surfen geht trotz der Kommerzialisierung des Sports nie verloren: „free surfer“ nennt man einen Surfer, der im Wellenreiten vor allem die Freiheit und die Verbindung mit der Natur sucht. Ein Spirit, der auch den deutschen Big Wave Surfer Sebastian Steudtner antreibt: Vor Nazaré an der portugiesischen Atlantikküste surft er am 24. Februar 2024 die höchste Welle, die je ein Mensch gesurft ist.