Sebastian Steudtner, Meister der Monsterwellen, liebt den Nervenkitzel beim Ritt in hochhaushoher Meeresbrandung. Big Wave ist die radikalste Ausprägung des Surfens. Einer Sportart, deren schillernde Protagonist:innen in allen Epochen Grenzen immer wieder verschoben haben, um den Raum jenseits der Norm und des Normalen zu erobern. Doch was treibt Surfer:innen an? Was suchen sie in den Wellen? Welche Verbindung haben sie zum Wasser, zum Ozean? Und wie konnte sich das Surfen zu dem entwickeln, was es heute ist? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der zweiteiligen Dokumentation, die als Koproduktion mit Yami 2 entstand. Eine Reise durch die Geschichte des Surfens, das zu den Ursprüngen zurückkehrt, wenn in der Welle von Teahupo‘o vor Tahiti um olympisches Gold gesurft wird.
Mit eindrucksvollen Bildern von Surf-Hotspots wie Nazaré in Portugal oder der legendären Welle von Teahupo’o auf Tahiti erzählt die erste Folge die Geschichte des Surfens von seinen Anfängen bis in die 1960er Jahre. Legendäre Surfer wie der Hawaiianer Pohaku Stone und Surfstars von heute wie die Tahitianerin Vahiné Fierro geben Einblicke in die tiefe Verbindung zwischen Mensch und Meer – und machen klar, warum aus ihrer Sicht gerade die Polynesier:innen die Kunst, Wellen und Wasser zu lesen, besser beherrschen als alle anderen Menschen auf der Welt.
Surf-Legenden blicken zurück auf die Zeit, in der aus dem Wellenreiten in nur wenigen Jahren ein „big business“ wird. Doch das Lebensgefühl Surfen geht trotz der Kommerzialisierung des Sports nie verloren: „free surfer“ nennt ma Surfer:innen, die im Wellenreiten vor allem die Freiheit und die Verbindung mit der Natur suchen. Ein Spirit, der auch den deutschen Big Wave Surfer Sebastian Steudtner antreibt: Vor Nazaré an der portugiesischen Atlantikküste surft er am 24. Februar 2024 die höchste Welle, die je ein Mensch gesurft ist.